Spur der Steine (R: Frank Beyer)

sds2“Der Film Spur der Steine wird der Größe des Themas nicht gerecht. Er gibt ein verzerrtes Bild von unserer sozialistischen Wirklichkeit, dem Kampf der Arbeiterklasse, ihrer ruhmreichen Partei und dem aufopferungsvollen Wirken ihrer Mitglieder…“: so ereiferte sich der brave Parteisoldat Hans Conrad am 1966 im Neuen Deutschland über Spur der Steine. Der Film gilt heute als bekanntester DDR-Verbotsfilm, wohl vor allem wegen der Darstellung des Vorarbeiters und Gemütsmenschen Hannes Balla durch Publikumsliebling Manfred Krug. Spur der Steine ist aber nicht nur die schön fotografierte Geschichte einer unglücklichen Dreiecksbeziehung, sondern lädt auch ein zum Nachdenken über das „Proletariat als Subjekt und Repräsentation“ (Guy Debord), über protestantische Ethik und den Geist des Sozialismus, Pflicht und Neigung, sowie den manchmal schmalen Grad zwischen Idealismus und Karrierismus.

Spur der Steine in schlechter Qualität

DDR 1966, 139 min.

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